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Presseschau 26. Spieltag
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Nicht clever genug

Der SV Adler verliert unnötigerweise und verpasst eine mögliche Vorentscheidung.

Chance vertan. Mit einem Sieg hätte sich der SV Adler Osterfeld von den Abstiegskandidaten etwas absetzen können. So aber befinden sich die Rothebuscher nach der 1:2 (0:0)-Niederlage beim Duisburger SV 1900 weiter mitten im Abstiegskampf. Die Pleite war allerdings vermeidbar, gingen die Osterfelder Mitte der zweiten Halbzeit doch sogar in Front. Doch die Truppe von Günter Schlipper konnte an die zuletzt gezeigten Leistungen nicht anknüpfen und leistete sich zudem individuelle Fehler, welche letztendlich die Pleite zur Folge hatten.

Im ersten Durchgang sah Schlipper eine "ausgeglichene Partie". Beide Mannschaften hatten jeweils eine Torchance auf dem "Schlappen". Insgesamt präsentierte sich der SV Adler nicht so wie in den vergangenen Spielen, wie zum Beispiel beim überzeugenden 3:0-Sieg beim Spitzenreiter TuRa 88 Duisburg. Schlipper: "Eine unnötige Niederlage, die wir uns selber ankreiden müssen."

Dabei ging es nach dem Pausentee richtig gut los für die Gäste. Torsten Jablonski brachte Osterfeld nach einer Stunde in Führung. Direkt nach dem Tor hatte Adler auch noch zwei gute Konterchancen, doch wurden diese "schlecht ausgespielt", wusste Schlipper.

Den Sack nicht zugemacht

Und wie es halt so kommen musste, nutzten die Hausherren eine Unachtsamkeit in der Defensive der Osterfelder nach einem Eckball und glichen aus. Wiederum nur ein paar Minuten später drehte der Duisburger SV dann die Partie komplett, erzielte das 2:1. Die Rothebuscher gaben zwar nicht auf und hatten ihrerseits den Ausgleich auf dem Fuß. Doch Ferit Cifdalöz' Treffer wurde zu Recht wegen Abseitsstellung nicht anerkannt und Danny Buttenbruch scheiterte freistehend am Duisburger Torwart. "Es war zwar kein Rückschritt, denn ein Unentschieden wäre gerecht gewesen", lautete Schlippers Fazit.


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Wenn ich so sehe, welchen Zirkus ein Stefan Effenberg oder Mario Basler um die eigene Person veranstaltet, wird mir schwindlig. Früher hätten wir die im Training ein paar Mal richtig weggegrätscht - dann wäre Ruhe gewesen! (Bernhard Dietz)
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Jetzt kommt die Quittung!

Wenn Arminia Klosterhardt sich hängen lässt, rappelt's im Karton. 0:3 bei Olympia Bocholt.

Den zweiten Tabellenplatz kann sich die DJK Arminia Klosterhardt wohl von der Backe putzen. Die Mannschaft von Trainer Achim Meyer unterlag bei Olympia Bocholt glatt mit 0:3 (0:2). "Bei der Flut von Gegentoren müssten wir eigentlich auf einem Abstiegsplatz stehen", hatte Meyer mal wieder ein schwaches Defensivverhalten ausgemacht.

Die Arminen präsentierten sich zwar im Spiel nach vorne wesentlich engagierter als zuletzt, aber wenn's da nicht scheppert und der Gegner auf der anderen Seite zum Toreschießen eingeladen wird, geht es unterm Strich nach hinten los. So geschehen nach gut einer halben Stunde, als die optisch überlegenen Gäste nach einer Ecke in einen Konter liefen und überraschend in Rückstand gerieten. "Da wird untereinander diskutiert und Olympia sagt artig danke. Völlig ohne Not", kommentierte Meyer. Beim kurz ausgeführten Eckball in der 42. Minute passte bei den Grün-Weißen die Zuordnung überhaupt nicht. Desaströs - 0:2.

Klosterhardt dezimierte sich kurz nach dem Seitenwechsel selbst, der bereits verwarnte Mirco Balkmann sah die Ampelkarte (53.). Und für die Arminia kam's noch schlimmer: Ein vielversprechender Angriff der Arminia mündete in Knallrot für Tim Coers, nachdem sich der junge Mittelfeldspieler im Zweikampf energisch losgerissen hatte und der Schiri überhart auf Tätlichkeit entschied (67.). Das 0:3 sechs Zeigerumdrehungen später brachte Bocholt endgültig auf die Siegerstraße.

Meyer: "Wir sind nicht so stark, wie es die Tabelle widerspiegelt. Lange Zeit haben wir uns das Glück erarbeitet, jetzt kommt die Quittung."


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Da war mehr drin

06/07 unterliegt TuRa 88 1:2, hätte sich aber mindestens einen Zähler verdient gehabt.

Mirko Skandera hängt seine Arbeit an den Nagel! Nein, Skandera wird weder beruflich kürzer treten noch wird er seine engagierte Vorstandtätigkeit bei Sterkrade 06/07 aufgeben. Er hört lediglich als Trainer auf. Das liegt ganz einfach daran, dass der etatmäßige Coach Peter Zimpl nächste Woche wieder aus dem Urlaub zurückkehrt, und nicht etwa an der gestrigen Niederlage gegen den designierten Meister TuRa 88 Duisburg. Das wäre auch gar kein Grund, denn die Tackenberger verkauften sich beim 1:2 (1:1) gegen den Liga-Primus richtig gut und können mit breiter Brust in die noch ausstehenden vier Spiele gehen.

Bessere Chancen

"Ein Unentschieden hätten wir uns mit Sicherheit verdient gehabt", konstatierte Skandera nach dem Spiel. Seine Mannschaft gab nämlich wirklich alles und hatte gerade in der ersten Halbzeit die besseren Tormöglichkeiten. Die größte Chance vergab Marc Skowronek als er allein auf den Duisburger Kasten zulief, aber viel zu früh abschloss. Seinen Schuss konnte Schnapper Fabian Mertens gerade so um den Pfosten drehen. "Da hat er den Atem des Abwehrspielers im Nacken gespürt und meinte, er müsste jetzt abschließen", sah Mirko Skandera.

Aber die "Blauen" machten weiter Druck, hatten zwischen der 15. und 28. Minute ihre allerbeste Phase, aber auch Serhat Erdogan schaffte es nicht, den Ball im Kasten unterzubringen. Nachdem er sich durch die gesamte Viererkette der Gäste getankt hatte, visierte er das Tor nicht mehr präzise genug an, so dass er mit seinem harten Schuss genau auf Mertens zielte.

Weisheit bestätigt

Fußballer kennen das: Das eigene Team ist das bessere und hat die besseren Chancen, gerät dann aber in Rückstand. Das war auch gestern mal wieder so. Ausgerechnet der ehemalige Sterkrader Thorsten Burgsmüller (der gegen seinen alten Klub besonders heiß war) traf zur Führung. Die Richtung eines langen Einwurfes änderte er nur mit dem Scheitel, das reichte: Tor! Aber 06/07 schlug umgehend zurück! Eine Flanke konnte David Fojcik völlig ungehindert zum absolut korrekten Ausgleich ins Eck köpfen.

Nach der Pause folgte aber wieder die Ernüchterung: Frank Cho stand diesmal genauso sträflich frei wie Fojcik beim 1:1, und nickte ebenso schön wie der Sterkrader Stürmer in den Knick (49.). TuRa - immer mit einem Ohr auf den Plätzen der Konkurrenz, es ging ja um die vorzeitige Meisterschaft - stellte sich nun hinten rein, "und gegen stehende Abwehrreihen finden wir derzeit kein Mittel", analysierte Skandera. Folgerichtig schafften es die "Blauen" nicht den Ausgleich herbeizuführen, obwohl sogar Keeper Frank Langela mit nach vorne ging. "Ich wollte den Punkt haben. der war nämlich drin." Stimmt.


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Wir ziehen die Sache jetzt durch!"
Dinslaken, 27.04.2008, FRIEDHELM ZIELINSKI, 0 Kommentare

Glückauf Möllen siegt in der Fußball-Landesliga bei Hamborn 07 mit 1:0 und arbeitet weiter hart für den Klassenerhalt.

Es ist sicherlich übertrieben von einem historischen Sieg zu sprechen. Aber wann hat Glückauf Möllen in der Vereinsgeschichte schon einmal in der selben Liga wie der Hamborner Traditionsverein, die Sportfreunde 07, gespielt? Als die „Löwen” in der Oberliga kickten, gehörte Möllen der Kreisliga B an. Und gestern gewann der Landesligist aus Voerde durch ein Tor von Hakan Gül, in der zweiten Halbzeit eingewechselt, vor gut 600 Zuschauern im Hamborner Holtkamp mit 1:0 (0:0).

Der Jubel der mitgereisten Möllener Anhänger war riesig. Trainer Dietmar Kibbel, der in der Rückrunde als Nachfolger von Trainer Karl-Heinz Höfer 21 Punkte holte, meinte stolz: „Wir müssen die Sache jetzt durchziehen. Noch stehen vier Spiele an. Schaffen wir den Klassenerhalt nicht, verabschieden wir uns aber mit erhobenem Haupt aus der Liga.”

Mit einem überragenden Marcel Aschendorff, der als Libero begann, dann ins Mittelfeld wechselte und später sogar als Stürmer im gegnerischen Strafraum stand, überstand Möllen die große Anfangsoffensive der Hamborner „Löwen”. Torhüter Andre Lukas musste schon in der 2. Minute einen harten Schuss von Ali Karagöz halten. Vier Minuten später knallte Karagöz den Ball unter die Latte. Kein Tor! Dennis Grüntgens fand da noch kein Mittel gegen den „Löwen”-Stürmer. Als dann auch noch Andre Trienenjost an Lukas scheiterte, hatte Hamborn das Pulver verschossen.

Während den Gastgebern der Spielgestalter fehlte, arbeitete Möllen sich taktisch klug an den Auswärtssieg heran. „Asche, warte noch eine Viertelstunde. Dann gehst du mit nach vorne”, wies Trainer Kibbel seinen Mannschaftskapitän an. Und Aschendorff stand plötzlich wie ein Tipp-Kick-Männchen, von einer Hand geführt, auf allen Feldern des Holtkamp-Rasens. Erst putzte er hinten aus, dann nahm er einen Ball an der Strafraumgrenze aus der Luft und zwang Hamborns Schlussmann Sascha Milbrandt zu einer Glanzparade.

Hakan Gül agierte wie immer theatralisch, ließ sich zu oft fallen und zog sich nicht nur den Unmut des Schiedsrichters zu. Aber Gül stand in der 79. Minute nach Flanke von Pierre Salewski goldrichtig. 1:0 für Möllen – rote Laterne für den SuS Dinslaken 09.


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Grimm bekam seinen Punkt

SuS 09 erkämpfte sich ein 0:0 gegen den Tabellendritten TuB Bocholt, ist damit aber wieder Schlusslicht

Marian Michels war mit dem torlosen Remis scheinbar nicht so zufrieden wie Ilyas Uysal, der in der 56. Minute gegen Kevin Kirchner ausgewechselt wurde. (Fotos: Lars Fröhlich) "Ihr müsst gewinnen", riefen die Zuschauer und forderten die Akteure des Fußball-Landesligisten SuS Dinslaken 09 damit in der Schlussphase auf, offensiver zu werden. Oliver Grimm sah das ein wenig anders: "Ich wollte einen Punkt haben und habe auch einen Punkt bekommen", resümierte der Interimstrainer nach dem 0:0 im Heimspiel gegen den TuB Bocholt. Doch leider spielte der Rest der Liga nicht mit. Fast alle Konkurrenten im Abstiegskampf siegten am Wochenende. Der SuS trägt wieder die Rote Laterne.

Bocholt körperlich deutlich überlegen

Enttäuschend waren für Grimm gestern nicht nur die Ergebnisse auf den anderen Plätzen, oder die Einfallslosigkeit des eigenen Teams im Spiel nach vorne. Nein, enttäuscht war der 09-Coach auch von dem, was die Bocholter Gäste anboten: "Dass die Tabellendritter sind . . .Wenn die mal kombinieren wollten, ging der Ball ins Aus."

Doch das wollten die Bocholter auch nur äußerst selten. Die körperlich hochüberlegenen Gäste (Grimm: "Das waren ja Monster.") versuchten es eher mit weiten und hohen Bällen in den Strafraum. Aber mit gutem Stellungsspiel machten die SuS-Verteidiger wie Marian Michels - anderthalb Köpfe kleiner als sein Gegenspieler - diesen Nachteil wieder wett. Die Abwehr ließ wie schon am Mittwoch gegen Sonsbeck kaum Chancen zu. Dennis Strewginski wurde fast gar nicht geprüft, war bei den wenigen Möglichkeiten der Bocholter aber wachsam.

Und der SuS? Der hatte genauso wenig Chancen. In der 56. Minute ging es einmal turbulent zu im Bocholter Strafraum. Doch das Gestocher blieb ohne Folgen, der Ball kam nicht mehr in Richtung Tor. Eine Minute vor dem Abpfiff war es der eingewechselte Kevin Kirchner, der das Leder aus spitzem Winkel auf den TuB-Kasten drosch. Aber Bocholts Keeper Carsten Kampshoff war noch nicht eingeschlafen und zur Stelle.

Nun ist der SuS in den kommenden Partien gegen die direkte Konkurrenz aus Walbeck (4. Mai, auswärts) und den TuS Borth (18. Mai, zuhause) fast schon zum Siegen verdammt.


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Egal, wer schlechter war

Durch die 0:1-Heimpleite gegen Glückauf Möllen trudelt Hamborn 07 wieder in Richtung Abstiegszone.

Siggi Sonntag ist in den Kreisen der Fußball-Landesliga ein bekannter Mann. Deshalb gibt's nach den Spielen von Hamborn 07 auch immer wieder einen netten Plausch mit dem Gegner. Das gestrige Gespräch hätte sich der Löwen-Trainer allerdings gern erspart. "Der Schlechtere hat heute gewonnen, Siggi", versuchte Andre? Lukas nach dem Schlusspfiff im Holtkamp Trost zu spenden. Ob der früher in MSV-Diensten stehende Torhüter von Glückauf Möllen das ernst meinte oder nur nett sein wollte, sei dahingestellt. Unter dem Strich steht der Fakt: Der 1:0 (0:0)-Sieg der Voerder war die erste Heimniederlage der Gelb-Schwarzen seit Oktober und befördert sie wieder in die Untiefen des Abstiegskampfs.

Die Sache mit "Besser" und "Schlechter" war nach diesen 90 Minuten relativ. Das Prädikat "Gut" hatten sie nämlich zu keiner Zeit verdient. Vor allem die Gastgeber blieben gegenüber dem letzten Heimspiel, dem starken 5:2 gegen Kleve, weit hinter ihrer Leistungsstärke zurück. Augenfällig war vor allem, wie die Mannschaft angesichts von mehreren vergebenen Torchancen in der Anfangsphase - Ali Karagöz sorgte mit einem Schuss an die Latte aus einem halben Meter Entfernung dabei für das Highlight - immer fahriger agierte. Möllen verließ sich anfangs auf den starken Lukas und traute sich dann zunehmend mehr. Mit Marcel Aschendorff schwang sich ein weiteres Ex-Zebra zu einer starken Leistung auf.

Über ähnliches hätten sich gern auch die Hamborner Anhänger unter den 500 Zuschauern gefreut. Richtig gute Laune hatten letztlich aber nur die A-Jugendlichen, die morgens die Meisterschaft in der Leistungsklasse geholt hatten und jetzt lautstark die Landesliga-Truppe unterstützten. Half alles nichts: Möllen agierte nun abgeklärter und nutzte die Patzer in der Hamborner Deckung. Und zwar entscheidend in der 79. Minute: Pierre Salewski flankte unbedrängt, Hakan Gül schoss ebenso frei ein - das war's. "Mit solch einer Abwehrleistung kann man nicht gewinnen", war Siggi Sonntag bedient. Und machte sich keinen Kopf darüber, wer nun besser oder schlechter war.


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Passek durfte strahlen

Der DSV 1900 verschafft sich durch den 2:1-Sieg über Adler Osterfeld Luft im Kampf um den Klassenerhalt.

Nach dem Schlusspfiff strahlten Trainer und Spieler des Fußball-Landesligisten Duisburger SV 1900 mit der Sonne um die Wette. Zuvor hatte sich die Elf von Trainer Franz Passek mit einem 2:1 (0:0)-Sieg gegen Tabellennachbar Adler Osterfeld ein wenig Luft im Abstiegskampf verschafft.

An der Düsseldorfer Straße hatte der DSV bereits nach fünf Minuten die erste Chance. Marvin Ellmann setzte sich nach einem Steilpass in den gegnerischen Strafraum schön durch, traf mit seinem Schuss aber lediglich den linken Pfosten. Nun entwickelte sich ein munteres Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten. Alleine die Cleverness vor dem gegnerischen Tor ließ zu wünschen übrig. So beschränkten sich die Chancen des DSV hauptsächlich auf Distanzschüsse und Standardsituationen.

Gästeführung hielt nur fünf Minuten

Rund 15 Minuten nach der Pause blieben mehrere Befreiungsversuche der Duisburger erfolglos und auch der ansonsten souveräne Marcel Siepmann im DSV-Tor konnte den Ball nicht aus der eigenen Hälfte bugsieren. Stattdessen fiel das Leder vor die Füße von Adler-Angreifer Torsten Jablonski, der mit seinem Schuss aus rund 16 Metern das 1:0 für sein Team erzielen konnte.

Doch nur fünf Minuten nach der Gästeführung brachte Daniel Dentgen seine Mannschaft durch ein Kopfballtor im Anschluss an eine Ecke wieder ins Spiel. Anschließend scheiterten beide Teams mehrfach an ihrem Unvermögen oder an den Torhütern.

Einer von ihnen patzte dann aber doch noch - zum Glück für den DSV war es Gästekeeper Stefan Scherping. Marvin Ellmann konnte nach einem langen Pass den zu weit heraus geeilten Schlussmann mühelos ausspielen und den Ball nach 75 Minuten unbedrängt über die Linie schieben.

"Osterfeld war ein starker Gegner. Aber unsere Abwehr und vor allem Marcel Siepmann im Tor haben mehrfach gut reagiert, sodass der Sieg in Ordnung geht", sah Franz Passek seine Mannschaft endlich einmal als glücklichen und strahlenden Sieger vom Platz gehen.


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Nur noch ein kleines Pünktchen . . .

TuRa 88 steht ganz dicht vor dem Aufstieg in die Verbandsliga. Die Roten Teufel gewannen in Sterkrade mit 2:1.

Jens Gerlach hastete über den Platz. "Wie hat TuB gespielt? Unentschieden?" Ja. 0:0. Daraufhin entspannte sich der Marketingleiter der Roten Teufel. "Dann brauche ich ja nicht zum Auto zu rennen", war der Sohn des Vereinschefs auf alle Fälle vorbereitet. Und nicht nur Bocholt, sondern auch der anderer Verfolger, RWO II, spielte remis. Und weil TuRa 88 Duisburg selbst bei Sterkrade 06/07 mit 2:1 (1:1) gewann, sind es nun zwölf Punkte - und ein deutlich besseres Torverhältnis - bei noch zwölf zu vergebenden Zählern. Dem Spitzenreiter der Fußball-Landesliga fehlt noch ein kleines Pünktchen, um den Verbandsliga-Aufstieg perfekt zu machen.

"Schau Dir den Rasen an. Das war heute eine ganz schön schwere Sache", war TuRas Defensivspieler Hüseyin Ince froh, den Erfolg am "Dicken Stein" unter Dach und Fach gebracht zu haben.

Bevor sich auch Trainer Ralf Kessen freuen konnte, ließ er allerdings erst einmal Dampf ab. Nicht über das Spiel. Nicht über den Gegner - allerdings über eine Äußerung von Interimstrainer Mirko Skandera.

Kessen sauer auf Skandera

Er hatte vor dem Spiel gegenüber der Oberhausener NRZ erklärt: "TuRa, das haben wir schon im Hinspiel gesehen, baut konditionell immer ab. Davon einmal ganz abgesehen müssen wir vor denen sowieso keine Angst haben." Das brachte Kessen auf die Palme. "So eine Respektlosigkeit habe ich ja noch nicht erlebt. Wir sind mit zehn Punkten Vorsprung Erster und über 20 Punkte besser als Sterkrade. Das ist eine Frechheit", schimpfte der TuRa-Coach.

Auf dem Platz war es ein hartes Stück Arbeit. Der erneut starke TuRa-Keeper Fabian Mertens verhinderte gegen Mark Skowronek (15.) und Serhat Erdogan (21.) einen möglichen Rückstand. Frank Langela auf der Gegenseite sah nicht so gut aus. Einen Kopfball von Thorsten Burgsmüller schaufelte er sich selbst zum 0:1 in die Maschen (29.). Im Gegenzug glich David Fojcik ebenfalls per Kopf aus, ehe Frank Cho - auch mit dem Kopf - nach schöner Vorlage von Jens Jütten die Weichen auf Sieg stellte (51.). Sterkrade warf alles - auch den Torwart in der Nachspielzeit - nach vorne. Es blieb aber beim 2:1. Am Sonntag kann TuRa nun Meister werden - etwas, das A-, B-, C-, D 2- und F-Jugend schon geschafft haben. Und die D 1 steht vor einem Entscheidungsspiel gegen Buchholz . . .


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Sport in Dinslaken, Hünxe, Voerde
erstellt am: 28.04.2008
Fußball
Trostloser Punkt

Sedat Coskun blieb wie seinem Mannschaftskollegen gestern ziemlich wirkungslos. Am Ende stand ein Punkt für die Gastgeber vom SuS 09, mit dem Übungsleiter Oliver Grimm ganz gut leben konnte.

Kaum Chancen bot die Partie des SuS Dinslaken 09 gegen den TuB Bocholt. Die Mannschaften trennten sich 0:0, womit Trainer Oliver Grimm allerdings zufrieden war.

Mit dem TuB Bocholt hat der SuS Dinslaken 09 sein letztes Spiel in dieser Saison gegen eine Spitzenmannschaft schadlos überstanden. Bevor es in den nächsten vier Partien gegen direkte Abstiegskonkurrenten geht, trennte sich die von Oliver Grimm betreute Truppe mit 0:0 vom Tabellendritten. Durch den Sieg der Möllener bei Hamborn 07 rutschte der SuS jedoch wieder auf den letzten Platz ab.

Vor der Begegnung hätte Grimm ein Unentschieden sofort angenommen und daher war der Interimstrainer mit dem Punkt auch zufrieden. „Den wollten wir haben und haben ihn uns wieder erkämpft. Am Ende werden wir sehen, was er wert sein wird“, sagte der Coach, der mit seiner Mannschaft aber auch drei Zähler hätte einfahren können. Die Gäste, für die es in der Saison um nichts mehr geht, präsentierten sich nämlich über weite Strecken des Spiels lustlos. „Für einen Tabellendritten war das lächerlich“, so Dinslakens Trainer zu der Leistung des Gegners.

Körperlich unterlegen

Dass es jedoch nur für das Remis reichte, lang an der eigenen Vorstellung. Die 09er fanden zu keinem Zeitpunkt der 90 Minuten ein Mittel, um sich gegen die groß gewachsenen Bocholter Chancen zu erspielen. Eine brenzlige Situation nach einem Standard, als Mihael Matos im Gewühl an den Ball kam (62.), und ein zaghafter Schuss von Kevin Kirchner (89.) waren die einzigen kleinen Möglichkeiten. Ansonsten versuchten es die Hausherren oft mit langen Bällen in die Spitze, bei denen aber der TuB wegen der körperlichen Überlegenheit deutliche Vorteile und keine Probleme hatte. „Ich habe den Jungs in der Pause gesagt, dass sie den Ball flach halten und uns am Boden durchsetzen müssen, doch wir haben kein Konzept gefunden“, erklärte Grimm. Da allerdings auch Dennis Strewginski im Tor des SuS so gut wie gar nicht geprüft wurde, war das torlose Unentschieden die logische Konsequenz. Spielerisch wollte wie zuletzt wenig gelingen, doch wie beim Sieg gegen Sonsbeck stimmten wenigstens die Einstellung und Einsatz, worauf es in den letzten vier Spielen mehr denn je ankommen wird.

SuS Dinslaken 09: Strewginski; Aydin, Michels, Hermann, Matos, Watterodt, Proba (75. Isik), Özdogan (62. Radochowski), Alagic, Uysal (56.), Coskun.

Trainer ist gefunden

In den nächsten 14 Tagen wird Oliver Grimm den neuen Trainer des SuS 09 präsentieren. „Wir sind uns zu 99 Prozent einig“, vermeldete der Obmann und derzeitige Interimstrainer. Der neue Mann ist zurzeit noch bei einem anderen Verein beschäftigt und daher wollte Grimm sich noch nicht zum Namen äußern.


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Weiter im Rennen

Hakan Gül wurde in der Halbzeit in Hamborn eingewechselt und erzielte zehn Minuten vor dem Abpfiff das Tor des Tages aus Möllener Sicht.

45 starke Minuten, eine taktisch kluge Leistung und verdammt viel Glück in der Anfangsphase der Partie reichten Glückauf Möllen, um bei Hamborn 07 mit 1:0 (0:0) als Sieger vom Platz zu gehen. Abstiegskampf ist weiter offen.

Die Fußballer von Glückauf Möllen sorgen weiter dafür, dass der Abstiegskampf in der Landesliga spannend bleibt. Nachdem die versammelte Konkurrenz im Tabellenkeller am Mittwoch punkten konnte, stand die Mannschaft von Trainer Dietmar Kibbel gestern bei ihrem Gastspiel in Hamborn mächtig unter Druck. Ein Sieg musste für die zweitbeste Rückrundenmannschaft (21 Punkte) her – alles andere wäre im Ligaschlussspurt fatal gewesen.

Kulisse stimmte

Die Kulisse am Hamborner Holtkamp stimmte. Gut 600 Zuschauer – davon locker 100 aus Möllen – waren gekommen, sich das Sechs-Punkte-Spiel im Abstiegskampf anzusehen. Zehn Minuten sah es so aus, als würde Glückauf mit dem Druck nicht zurecht kommen. Die Gastgeber begannen stark, verhinderten den Spielaufbau der Gäste im Ansatz und erspielten sich Großchancen im Minutentakt. Die größte davon hatte Ali Karagoz in der fünften Minute – doch irgendwie schaffte er es, das Leder aus einem Meter unter die Latte zu hämmern, von wo der Ball wieder zurück ins Feld sprang. Möllen fand in Halbzeit eins nur zögerlich ins Spiel – und hatte trotzdem die Chance zur Führung. Doch der Kopfball von Pierre Salewski in der 24. Minute strich knapp über die Latte.

Glückauf rettet sich in die Kabine, wo Trainer Dietmar Kibbel ordentlich Dampf abließ. „Ich hab den Jungs gesagt, dass es so nicht weitergehen darf, dass wir jetzt verdammt nochmal endlich aufwachen müssen, wenn wir nicht unsere letzte Chance aus der Hand geben wollen“, erzählte Kibbel nach dem Spiel. Und seine Mannschaft reagierte. Und wie sie reagierte. Die Gäste kamen auf drei Positionen verändert aus der Kabine. Marco Schmitz und Alex Nurlu mussten für Hakan Gül und Firat Basar vom Feld. Dazu rückte Dennis Grüntgens für den immer offensiver agierenden Marcel Aschendorff auf die zentrale Abwehrposition. Und die Maßnahmen fruchteten. Möllen riss das Spiel nun an sich und spielte den Gegner taktisch geschickt an die Wand. Von den Hamborner „Löwen“ kam überhaupt nichts mehr. Mergim Rustemi (48.) und der starke Marcel Aschendorff scheiterten zwar noch am Hamborner Schlussmann Sascha Milbrandt. Doch der war auch chancenlos, als Hakan Gül zehn Minuten vor dem Ende per Volleyabnahme zur Entscheidung verwandelte. Kibbel: „Mein Team hat klasse reagiert. Falls wir trotz unserer starken Rückrunde absteigen sollten, tun wir das wenigstens mit Anstand. Obwohl es mittlerweile wirklich unverdient wäre.“

„Leistung stimmt“

Dietmar Kibbel betonte gestern nochmal, dass man sich von den überraschenden Ergebnissen der Konkurrenz im Abstiegskampf nicht verrückt machen lasse. „Wir lassen uns nicht ablenken und schauen nur auf unsere eigene Leistung. Und die stimmt momentan.“


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„Bei Paris – Dakar ist die Luft besser“

So spielte Fichte

Aufstellung: Fertykowski, Adams, Fröhlich (46. Wittrock), Rajkovic, Balke, Kluge (46. Hinsdorf), Demirci, Mehmeti, Zvar, Washeim, Tekin (84. Duchnik)

Trainer: Uwe Ansorge

Tore: 0:1 (12.) Doued Quizou, 0:2 (32.) Hüssein Bougjdi, 1:2 (52.) Daniel Zvar, 2:2 (78.) Lars Hinsdorf


Nach dem Abpfiff konnten beide Trainer mit dem Endergebnis gut leben. Fichte Lintfort und der TuS Borth hatten sich in einem abwechslungsreichen Landesliga-Derby 2:2 (0:2) getrennt. Fichtes Coach Uwe Ansorge und Borths Trainer Michael Prigge (beide sind seit gemeinsamen aktiven Tagen beim GSV Moers befreundet) reichten sich die Hand und analysierten gemeinsam die 90 Minuten auf dem staubigen Aschenplatz, der einem Borther Zuschauer die launische Bemerkung entlockte: „Bei der Rallye Paris – Dakar ist die Luft garantiert besser als hier.“

Als sich schließlich alle Schwaden verzogen hatten, erklärte Prigge: „Nach der Pause haben wir das Fußballspielen eingestellt.“ Und Ansorge meinte: „Ich bin zufrieden mit der Leistung meiner Jungs. Mit allen möglichen Wehwehchen haben sie das Spiel noch gedreht.“ Es war das Gäste-Team, das sich im ersten Durchgang die 2:0-Führung redlich verdiente. Die sehenswerten Tore von Doued Quizou und Hüssein Bougjdi spiegelten die Überlegenheit des Gastes aus Borth wider. Ergün Tekin verschoss zwischendurch zudem einen Handelfmeter.

Nach dem Seitenwechsel wendete sich das Blatt. Ansorge hatte sich seine Schützlinge bei der Pausenansprache zur Brust genommen. Sie übernahmen fortan das Kommando und kamen durch einen Freistoß von Daniel Zvar zum frühen Anschlusstreffer. Lars Hinsdorf köpfte unbedrängt später zum 2:2 ein. Danach hatte Fichte durch Hinsdorf und Kevin Washeim weitere Chancen und auf der Gegenseite Risto Vidoevski.

Kiel, Wicher und Clauß kommen

Drei Neuzugänge meldet Fichte Lintfort für die kommende Saison: Kevin Kiel (TV Asberg) sowie die „Heimkehrer“ Sascha Wicher (SV Walbeck) und Sascha Clauß (SV Sonsbeck) werden demnach das rot-weiße Trikot tragen.


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SVS endlich torhungrig

Wenige Momente später wird Daniel Beine (weißes Trikot) die Arme hochreißen. Der Stürmer des SV Sonsbeck erzielt hier das 2:0 gegen die Zweitvertretung des 1. FC Kleve II.

Der SV Sonsbeck setzte gestern in der Fußball-Landesliga endlich wieder ein Ausrufezeichen. Die Mannschaft von Trainer Thomas Geist bezwang des 1. FC Kleve II mit 5:1. Nedzad Dragovic schoss drei Tore.

Thomas Geist machte es sich nach dem Spiel einfach. Nur über positive Dinge wolle er sprechen, nicht über das, was ihm nicht so gefallen habe. Dafür war vermutlich die allgemeine Stimmung zu gut und das Wissen, dass sich der Trainer des Landesligisten SV Sonsbeck auf seine Mannschaft verlassen kann. Der 5:1 (2:1)-Sieg gegen den 1. FC Kleve II sorgte jedenfalls überall auf der Anlage für strahlende Gesichter.

Die Linie verloren

Gleich zu Beginn setzten die Sonsbecker die Forderung ihres Trainers („stürmen, was das Zeug hält“) eins zu eins um. Nedzad Dragovic sorgte für die 1:0-Führung und stellte die Weichen auf Sieg (6.). Knapp zehn Minuten später setzte sich der vor allem in der ersten Halbzeit stark spielende Julian Deymann auf der linken Seite durch und legte Daniel Beine den Ball zum 2:0 auf. Benedikt Derksen verkürzte zwei Minuten später auf 2:1. Die Hausherren ließen den Ball laufen, erspielten sich über die Außen mehrere Chancen (Norbert Quinders, Dragovic, Beine) und stellten sich auf die ausschließlich langen Bällen des Gegners ein. Zu Beginn der zweiten Hälfte standen vor allem Stadionsprecher Thomas „Schubi“ Schubert und der eingewechselte Tim Oploh im Mittelpunkt. Denn noch bevor der Stürmer den Ball zum 3:1 im Netz untergebracht hatte (49.), ertönte aus den Lautsprechern der Tore-Song. Dem vorschnellen Agieren des Stadionsprechers ließen die Kicker des SVS eine Phase der Zurückhaltung folgen. „Da haben wir ein wenig unsere Linie verloren und waren unsicher“, analysierte Geist nach dem Spiel. Sonsbeck kam oft nicht aus der eigenen Hälfte heraus und beschränkte sich aufs Kontern – sehr zum Unmut des Trainers.

Dragovic erst rechts, dann links

Klunder ohne Chance

Thorsten Schikofsky und Jörg Hahn gaben Grünes Licht und spielten von Beginn an.

Levin Deymann hatte FC-Topstürmer Christian Klunder im Griff, der in der 88. Minute wegen Meckerns mit der Gelb-Roten Karte vom Platz gestellt wurde.
Dragovic war es dann, der in den letzten zwei Minuten die Entscheidung herbeiführte. Zweimal traf er per Freistoß aus rund zwanzig Metern in den Torwinkel – einmal rechts, einmal links – zum Endstand. Geist war natürlich hochzufrieden. „Ich kenne meine Jungs, die wollten unbedingt gewinnen.“ Vor allem die Laufbereitschaft am bislang wärmsten Tag des Jahres lobte er. Wie Geist, so wollte auch Gäste-Trainer Dragan Vasovic nicht über Negatives seiner Mannschaft sprechen. Positives hatte er nicht zu verkünden. Er schwieg.


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Wenn ich so sehe, welchen Zirkus ein Stefan Effenberg oder Mario Basler um die eigene Person veranstaltet, wird mir schwindlig. Früher hätten wir die im Training ein paar Mal richtig weggegrätscht - dann wäre Ruhe gewesen! (Bernhard Dietz)
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Durch-, nicht aufatmen

Hoher 3:0-Heimsieg am Samstag gegen Arminia Klosterhardt: Yilmaz Bayram (links) kann mit dem FC Olympia Bocholt in der Fußball-Landesliga wieder verstärkt auf den Klassenerhalt hoffen.

Fußball-Landesligist FC Olympia Bocholt bezwingt den Tabellenvierten Klosterhardt nach disziplinierter Leistung verdient mit 3:0. Roger Vienenkötter war an allen Treffern beteiligt. BVB-Keeper Tebroke wechselt nicht zum FCO.

Olympia Bocholt ist in dieser Saison eine Mannschaft mit zwei Gesichtern. Nach zuletzt zwei Schlappen, darunter das 3:4 gegen Tabellenschlusslicht GA Möllen, zeigte der Bocholter Fußball-Landesligist seinen Fans daheim am Samstag mal wieder sein besseres Antlitz. Dank eines klaren, verdienten, wenngleich unspektakulären 3:0 (2:0)-Sieges über den Tabellenvierten Arminia Klosterhardt darf das Team um Bocholts Coach Leo Ricken kurz durchatmen, zum Aufatmen allerdings ist es zu früh. Denn die Hälfte (!) der Liga muss vier Runden vor Schluss noch um den Klassenerhalt bangen. Nach dem Sieg klettert der FCO mit nunmehr 32 Punkten immerhin hoch auf Rang zehn. Der Abstiegsstrudel ist nur drei Zähler entfernt.

Der große Druck war den FCO-Akteuren anzumerken, die anfangs verhalten und zögerlich agierten. Nach Spielschluss fiel auch von Ricken spürbar eine Last ab. „In unserer Situation zählen nur die drei Punkte, nachdem die Konkurrenz zuletzt enorm gepunktet hat. Natürlich hätten wir in der zweiten Halbzeit vieles besser machen müssen, aber dennoch: Der Sieg war hochverdient“, sprudelte es aus dem Trainer heraus. Der jüngste Erfolg ist jedoch nur eine Momentaufnahme im spannenden Saisonendspurt: „Wir werden bis zum Schluss um den Klassenerhalt spielen müssen, das wissen wir“, lässt Ricken sich nicht blenden.

Es dauerte 23 Minuten, bis der FCO gegen Klosterhardt die erste Chance verbuchte. Nach einem schönen Pass von Björn Koltermann in den Lauf von Lars Brüggemann schaufelte der Bocholter Rechtsaußen das Leder über das Tor. Die Partie entwickelte sich nur sehr zäh, Zweikämpfe bestimmten das Bild. Olympia ließ Vorsicht walten, stand (bewusst?) tief und richtete sich als Heimmannschaft eher auf schnelle Gegenstöße ein. Just in einer Phase, als Klosterhardt ein leichtes Übergewicht bekam, ohne wirklich gefährlich zu sein, fiel die Bocholter Führung. Brüggemann bediente in Höhe des Klosterhardter Strafraums Roger Vienenkötter, der nach kurzer Finte trocken zur bis dahin überraschenden Führung abzog (33.). Der Vorsprung ließ die „Grünen“ etwas mutiger werden, was sich vor dem Pausenpfiff auszahlte. Nach einer abgewehrten Ecke schlug Vienenkötter den Ball hart vors Tor. Thomas Hambel brauchte nur noch den Kopf hinzuhalten, entgegen der Laufrichtung des Torwarts schlug es ein – 2:0!

InfoSo spielte der FCO

FC Olympia Bocholt - Arminia Klosterhardt 3:0 (2:0)

FC Olympia Bocholt: Möhlenkamp - Hütten (85. Bitter), Brockmann, Terodde - Brüggemann (43. Dohle), Koltermann, Bayram, Kampshoff (81. Möllenbeck), Hambel - Demming - Vienenkötter. Trainer: Ricken. Tore: 1:0 Vienenkötter (33.), 2:0 Hambel (42.), 3:0 Dohle (76.). Rote Karte: Balkmann (48.), Coers (73.).

Klosterhardt spielte irgendwie lustlos, ohne den letzten Biss weiter. Und dezimierte sich selbst, als zunächst Mirco Balkmann nach einem Gerangel mit Vienenkötter vom Platz flog (48.) und später Teamkollege Tim Coers mit Roter Karte folgte (68.). Und was machte der gefürchtete Landesliga-Torjäger Klaus-Peter Müller? Von ihm war fast nichts zu sehen. Olympia riskierte trotz Überzahl nicht viel, spielte häufig zu unpräzise und langsam nach vorne. Erst nach 76 Minuten folgte das 3:0. Wiederum Vienenkötter bereitete vor, Danny Dohle musste nur einnicken.

Zerschlagen hat sich offenbar der Wechsel von Torwart Marc Tebroke zu Olympia. Er wird auch in der neuen Saison das Tor von BV Borussia Bocholt hüten, so der BVB-Vorsitzende Michael Steverding.


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