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22. Spieltag
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GSV springt in letzter Sekunde auf Platz eins

LANDESLIGA. Beim 1:1 in Möllen enttäuschen die Moerser spielerisch. Saklavci trifft per Elfmeter.
Es bleibt dabei: Der GSV Moers kann die Ausrutscher von Konkurrent TuRa 88 Duisburg im Titelkampf der Fußball-Landesliga nicht ausnutzen. Am Samstag verloren die Duisburger mit 1:2 in Osterfeld - eigentlich eine Steilvorlage für die Moerser. Diese kamen aber gestern nicht über ein glückliches 1:1 (0:0) bei Glückauf Möllen hinaus. Damit übernahm der GSV zwar mit einem Punkt Vorsprung wieder die Tabellenführung, TuRa hat aber noch ein Nachholspiel in der Hinterhand.

Dafür, dass gestern im Lager der Gelb-Schwarzen keine Euphorie aufkam, sorgte die Mansnchaft mit einem recht einfallslosen Auftritt. Wobei nicht zu vergessen ist, dass mit Habib Kaya (gesperrt), Denis Frankenberg, Björn Schulz, Andreas Isailovic und Tobias Tersteegen gleich fünf Spieler fehlten. "So ist die Qualität für ein Spitzenteam nicht mehr vorhanden", resümierte GSV-Coach Siggi Sonntag.

Die erste Halbzeit war aus Moerser Sicht noch die bessere. Bis auf zwei Distanzschüsse ließ der GSV keine Chance für Möllen zu, auf der anderen Seite wurde es dagegen durch Miroslav Petric und Aziz Zenzoul einige Male gefährlich.

Doch anstatt nachzulegen, bauten die Gäste im zweiten Abschnitt immer mehr ab. Eine Chance für Anil Sen nach herrlichem Pass des starken Markus Steinke (50. Minute), die Glückauf-Keeper Lukas glänzend parierte, war der einzige Höhepunkt bis zur Schlussphase. Die besseren Spielzüge zeigte nun Möllen, und zwangsläufig fiel das 1:0: Nach einem Fehlpass von Raphael Bechtloff im Mittelfeld starteten die Gastgeber einen Konter, den Torjäger Hakan Gül durch die Beine von Christoph Strauß abschloss (62.).

Danach brauchte der GSV gute 20 Minuten, um diesen Schock zu verdauen. In der Endphase warfen die Gäste dann alles nach vorne, und in der ungewöhnlich langen Nachspielzeit wurden sie tatsächlich noch belohnt: Nach einem Foul an Lars Hinsdorf verwandelte "Joker" Kamuran Saklavci den fälligen Strafstoß sicher zum 1:1.

"Wir wollten hier drei Punkte holen. So wie das Spiel dann gelaufen ist, hätten wir auch verlieren können. Jeder Einzelne hat sich bemüht und alles gegeben, deshalb bin ich dieses Mal auch mit dem einen Punkt zufrieden", schloss Siggi Sonntag ab.

GSV Moers: Strauß, Schuster, Az. Sen, Steinke (82. Saklavci), Haddad, Bechtloff, Berndt (72. Lloris-Blanco), Hinsdorf, An. Sen, Zenzoul, Petric


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Wenn ich so sehe, welchen Zirkus ein Stefan Effenberg oder Mario Basler um die eigene Person veranstaltet, wird mir schwindlig. Früher hätten wir die im Training ein paar Mal richtig weggegrätscht - dann wäre Ruhe gewesen! (Bernhard Dietz)
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Michael Müller lässt SV Sonsbeck jubeln

FUSSBALL. Landesligist schlägt den 1. FC Kleve II mit 2:1 und bleibt oben dran. Dirk van Bonn wechselt zum SV Hönnepel-Niedermörmter.
Zwei Elfmetertore durch Michael Müller bescherten Fußball-Landesligist SV Sonbseck den dritten Sieg in Folge. Durch den 2:1 (0:1)-Erfolg über den 1. FC Kleve II mischt die Elf von Trainer Thomas Geist jetzt wieder ganz oben in der Tabelle mit.

Doch bis der Erfolg unter Dach und Fach war, mussten die rund 300 Fans die mit Abstand schwächsten ersten 45 Minuten an der Balberger Straße über sich ergehen lassen. Es war eine langweilige erste Hälfte, die kaum zu aufregenden Szenen in beiden Strafräumen führte. Beide Teams quälten sich mehr oder weniger, fanden keinen Spielfluss. Dafür ging es in einigen Situationen recht hektisch zu. So hatten die Hausherren nur eine einzige Möglichkeit - wenn sie dann so genannt werden kann: Nach einer Ecke von Benedikt Mölleken blieb der Kopfball von Henrik Lerch in der Klever Abwehr hängen (40.). Doch da führten die Gäste bereits. Allerdings war auch diese Führung äußerst glücklich, denn mit ihrer ersten Chance ging der FCK durch ein Kopfballtor von Dominik Weber mit 1:0 in Führung. Hier sah SVS-Keeper Poli Minas nicht glücklich aus.

Nach der Pause erwacht Geist-Truppe

Nach der Pause erwachten die Sonsbecker. Nun nahmen sie das Heft in die Hand, machten Druck. In der 58. Minute nahm Danny Hoppe im Strafraum die Hand zu Hilfe. Dabei verletzte er sich so schwer, dass er vier Minuten behandelt werden und anschließend sogar ausgewechselt weden musste. Michael Müller nutzte den daraus resultierenden Strafstoß zum 1:1. Nachdem es weitere gute Chancen gegeben hatte, wurde Daniel Beine in der 86. Minute im Fünf-Meter-Raum von den Beinen geholt. Müller lief an, scheiterte zunächst an Kleves Keeper Böing, um dann unter ohrenbetäubendem Jubel im Nachschuss doch zu verwandeln. 2:1 - der "Dreier" war perfekt.


Zum Saisonende verabschiedet sich mit Dirk der letzte der drei van Bonns vom SVS und wechselt zum SV Hönnepel-Niedermörmter. Marco und Andre spielen schön länger nicht mehr. Das Trio hatte viele Jahre für Furore gesorgt.

SVS: Minas, D. van Bonn, Goischke, Lerch, Möllenbeck, Deymann (46. Beine), Hahn, Müller, Quinders, Schikofsky, Schmitz (75. Yakar).


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3:3! Fichte Lintfort rettet im Endspurt einen Punkt

FUSSBALL-LANDESLIGA. Bei der DJK Arminia Klosterhardt gelingt der Heydrich-Elf ein 3:3. Ergün Tekin erzielt zwei Treffer.
Was für ein Spiel: Nach einer 1:0-Führung lag Fußball-Landesligist Fichte Lintfort gestern bei der DJK Arminia Klosterhardt plötzlich mit 1:3 hinten, am Ende holte die Elf von Coach Dietmar Heydrich aber doch noch einen Punkt. Mit dem 3:3 (1:0) seiner Elf war der Trainer dann auch zufrieden: "Die zweite Halbzeit hat mir zwar bis auf unseren Endspurt nicht gefallen, aber mit Blick auf die gesamte Spielzeit geht das Ergebnis schon in Ordnung."

Bereits nach zwei Minuten jubelten die Gäste über das 1:0, als Ergün Tekin ein Zupiel von Michael Duchnik verwandeln konnte. Und kurz darauf hatte Tekin sogar das 2:0 auf dem Fuß, sein Heber konnte aber von einem Feldspieler auf der Linie geklärt werden. Bis zum Pausenpfiff blieb Lintfort dann auch weiter am Drücker, Keeper Michael Schmieler verlebte eine ruhige Hälfte. Nur bei einem Distanzschuss musste er eingreifen.

Das änderte sich aber nach dem Seitenwechsel. Marcus Schenk (55. Minute), Esat Cakar (68.) und Peter Müller (80.) schossen eine 3:1-Führung für die Oberhausener heraus, während Fichte nur noch wenig gelang. Einzig tekin hätte kurz nach dem 2:1 mit einem weiteren Heber treffen können.

Besiegt waren die Lintforter trotz der drei Gegentreffer aber noch nicht. Stattdessen rappelte sich die Heydrich-Elf noch einmal auf und bewies große Moral: Erst verkürzte Tekin mit seinem zweiten Treffer auf 2:3 (82.), dann gelang dem eingewechselten Rene? Kluge mit einem Distanzschuss nach einem Eckball sogar noch der umjubelte Ausgleich (85.).

"Mit der Leistung in der ersten Halbzeit bin ich sehr zufrieden. Nach dem Seitenwechsel haben wir uns dann aber zunächst einmal den Schneid abkaufen lassen", fasste Dietmar Heydrich den Spielverlauf zusammen. Die erfolgreiche Aufholjagd sorgte immerhin noch für einen versöhnlichen Abschluss aus Fichte-Sicht: "Da sind wir noch einmal sehr gut zurück gekommen und haben eine tolle Moral bewiesen", so Heydrich.

Fichte Lintfort: Schmieler, Adams, Rajkovic, Claus, Demirci, Balke (64. Dogan), Mehmeti, Dakaj, Zvar (55. Kluge), Tekin, Duchnik (87. Kekic).


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Andre Flür schockte Gala in der Nachspielzeit


Mülheimer verpassten Befreiungsschlag Olympia Bocholt Galatasaray Mülheim 1:1 Tore: 0:1 Erkis (18.), 1:1 Flür (90.+4).
Gala: Onukogu, Turna, Altinay, Colic, Nwankwo, Özcan, Eraslan (37. F. Papachristos), Akyüz, Saglam, Akbas (80. D. Celik), Erkis (90. Y. Celik).

FUSSBALL LANDESLIGA Das ist bitter: In der Nachspielzeit kassierte Fußball-Landesligist Galatasaray im Duell bei Olympia Bocholt das Tor zum 1:1 (1:0)-Endstand. Gala verpasste den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf und bleibt vier Punkte hinter den Bocholtern.

Trainer Sakis Papachristos war nach dem Abpfiff sauer auf viele - vor allem auf Schiedsrichter Marco Tödt. "Die Schiri hatte keinen Grund, so lange nachspielen zu lassen. Es gab nur vier Auswechslungen, keine Verletzungspausen und keine Platzverweise", sagte Papachristos. Auch seine Mannschaft kritisierte der Coach: "Dass wir es nicht geschafft haben, das 1:0 zu halten, ist ein Witz. Wir hatten in der Schlussphase fünf, sechs Überzahlsituationen bei Kontern - und konnten keine davon nutzen."

Burhan Erkis sorgte in der 18. Minute für die Führung. Fünf Minuten später vergab Erkis freistehend. Danach beschränkten sich die Mülheimer auf die Defensivarbeit. Die drei Abwehrspieler Hakan Turna, Ergin Altinay und Daniel Colic hatten alles im Griff. "Sie haben die Abwehrschlacht meisterlich bewältigt", sagte Papachristos.

Doch in der 94. Minute kam Andre? Flür.


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OSTERFELD - TURA 2:1

Lazovic: „Auf meine Kappe“
Die TuRa strauchelt erneut! Nach der Pleite in Sterkrade verlieren die Duisburger auch ihr nächstes Auswärtsspiel – diesmal bei Adler Osterfeld mit 1:2 (1:0). Spielten die „Roten Teufel“ gegen 06/07 noch ohne Biss und Zweikampfstärke, scheiterten die 88er gestern im Waldstadion am Rothebusch nur an ihrer mangelnden Chancenauswertung. Protagonist des Dilemmas: Dejan Lazovic.
Der hatte gleich in den Anfangsminuten die sprichwörtliche Sch... am Fuß, als er aus zwei Metern völlig freistehend über das Tor zielte (8.).

Frank Cho machte es da besser, als er einen Abpraller von Adler-Keeper René Staron nach Kopfball von Daniel Dentgen souverän zur 1:0-Führung einschob (14.). Danach verflachte die Partie etwas. Adler konnte nicht entscheidend nach vorne agieren und die TuRa zog sich zurück. „Nach der Führung wollte ich nicht schon wieder zu viel ins Spiel investieren. Wir wollten dann eng spielen, um auf Konter zu lauern“, erklärte Ralf Kessen, der Duisburger Linienchef. Und die Chance kam. Völlig frei läuft Dejan Lazovic auf den Osterfelder Torhüter zu – und verstolpert kläglich.

Nach der Pause wurde das Spiel besser. Die TuRa agierte aber wieder unglücklich. Nach einer Ecke schubst Ivo Raguz Ilhan Durdu zu Boden – der Schiedsrichter pfeift Elfmeter. Kevin Corvers verwandelt sicher (49.). Die Adler nun im Aufwind, machen mächtig Druck. Dann dezimieren sie sich selbst. Manuel Werner muss nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz. „Das musste nicht sein, da muss man anders agieren“, erklärt Schlipper stinksauer. Doch die Gäste können kein Kapital aus der Überzahl schlagen. Wieder scheitern die Duisburger Cho (65./72.) und Lazovic (67.) kläglich aus kurzer Distanz. Letzterer schafft es erneut den Ball völlig freistehend aus fünf Metern über das Adler-Gehäuse zu zimmern. Kessen: „Besser kann man sich keine Torchancen herausspielen, Von Osterfeld kam nichts, höchstens ein bis zwei Möglichkeiten.“

Das sollte sich rächen. Der eingewechselte Ecevit Bögus nimmt aus 20 Metern Maß, Markus auf der Heiden kann den Flatterball nur abklatschen – Massimo Lo Mele staubt zum 2:1 ab (78.). Die Entscheidung, dabei bleibt es. „Alle Jahre wieder, mehr kann ich dazu nicht sagen“, gibt Ralf Kessen konsterniert zu Protokoll, „einfach nur frustrierend. Ich kann den Jungs noch nicht einmal einen Vorwurf machen, über 90 Minuten standen sie sicher – nur die Torausbeute ist zu bemängeln“ Dejan Lazovic nimmt die Schuld auf sich: „Die Niederlage geht auf meine Kappe. Eigentlich kann ich nach einer solchen Leistung gar nicht vor die Truppe treten.“

Günter Schlipper hat natürlich gut lachen – auch wenn ihm nicht danach ist. „Ich kann ja auch nichts dafür, dass TuRa keine Tore macht. Für Ralf tut es mir Leid, aber ich muss auch an meine Jungs denken“, erklärt der Osterfelder-Coach und fügt an: „Die Duisburger haben uns in Unterzahl einfach zu wenig laufen lassen. Aber wir haben uns auch diesen Sieg erarbeitet – sicherlich nicht durch unser gesamtes Spiel, aber durch unsere kämpferische Leistung.“


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Alles Müller – SVS bezwingt Kleve

Dirk van Bonn (am Ball) verlässt den SVS am Saisonende.

Seine Stimme hatte er verloren, dafür aber mit seiner Mannschaft drei Punkte gewonnen: Der erkältete Thomas Geist, Trainer der Landesliga-Fußballer des SV Sonsbeck, bekam gestern Nachmittag bei der Analyse zum Heimspiel gegen den 1. FC Kleve II fast keinen Ton mehr raus. Am Ende seiner Stellungsnahme verlangte er seinen Stimmbändern aber noch einmal alles ab: „Wir wollen uns von Spiel zu Spiel steigern. Der Aufstieg ist bei mir kein Thema – basta.“ Die Fans hingegen träumten nach dem 2:1 (0:1) über die Schwanenstädter von der Rückkehr in die Verbandsliga. Schließlich hatte die Konkurrenz Federn gelassen.

Vor dem Wechsel präsentierte sich der SVS jedoch keineswegs wie ein Aufstiegsaspirant. Der Zug nach vorne fehlte, aus dem Mittelfeld kamen keine Ideen, die Stürmer hingen in der Luft. In Hälfte eins gab’s keine einzige Chance für die Hausherren. Aber auch von Kleve II kam nicht viel. Völlig überraschend fiel dann auch das 0:1 nach einer Ecke. Beim SVS stimmte die Zuordnung nicht, Dominic Weber köpfte zur FC-Führung ein. Coach Geist setzte noch vor dem Pausentee ein Zeichen, indem er mit Daniel Beine einen dritten Stürmer brachte. Der Wechsel zahlte sich aus. Der Youngster brachte mehr Bewegung ins Offensivspiel der Rot-Weißen. „Ich wollte volles Risiko gehen“, so der SVS-Trainer nach dem Abpfiff. Die Gastgeber ließen endlich Ball und Gegner laufen, erarbeiteten sich im Mittelfeld ein Übergewicht.

Ein Handelfmeter – Simon Olfen war der Übeltäter – brachte dann in der 59. Minute den Ausgleich. Michael Müller verwandelte eiskalt. Es sollte der Tag des Abwehrrecken werden. Er stand auch beim Siegtreffer im Mittelpunkt. Nachdem Weber im FC-Strafraum Beine gefoult hatte, zeigte Schiri Axel Böhme erneut auf den Punkt. Wieder trat Müller an – und scheiterte an Christian Böing. Im Nachschuss traf er dann aber (86.). Bis zum Ende blieb Kleve II im Angriff harmlos – und der SVS-Sieg war perfekt.

Personalie: Verbandsligist SV Hö./Nie. meldet Dirk van Bonn als Neuzugang für die kommende Saison.


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